Fukuoka, auf dem Weg nach Tokyo [11.10./12.10.2015]

Auf dem Weg von Nagasaki nach Tokyo folgte ein kurzer Stopp in der, mit rd. 1,5 Mio Einwohnern, größten Stadt auf der Insel Kyūshū. Eigentlich gibt es über die Metropole recht wenig zu sagen, wäre da nicht diese eine Eigenart der Japaner, mit der ein Europäer erstmal klar kommen muss… Das Wort „nein“ existiert zwar als Wort „いいえ“ (iie), aber wohl nicht im (alltäglichen) Sprachgebrauch. Zu spüren bekamen wir es beim Checkin im Hotel. Auf die Frage nach einem Nichtrauerzimmer antwortete die Dame am Empfang: „Hai, Non-*hfff*-Smokingroom, (wobei *hfff* für ein Geräusch steht, das man macht, wenn man sich die Finger verbrennt)“, verbunden mit einem fragenden Blick. Unsere Bestätigung konnte da eigentlich nur „Hai“ lauten… Am Ende landeten wir im Raucherzimmer (alle anderen waren ausgebucht) und waren auch nach dem dritten Aufenthalt um eine Erfahrung reicher: Japaner werden dir nie und nimmer ins Gesicht sagen, dass ein Wunsch nicht wirklich erfüllbar ist: ein Nein im klassischen Sinne gibt es nicht. Vielmehr wird das Negative positiv verpackt. Ganz egal wie, es gilt absofort auch zwischen den Zeilen zu lesen und nicht voreilig alles mit „Hai“ zu bestätigen. Dass die Nacht im Raucherzimmer einigermaßen annehmbar war, dafür sind die kleinen Geräte in den Hotelzimmern verantwortlich, die wie kleine transportable Klimaanlagen aussehen. Die Ionenkanonen beschießen quasi die Geruchspartikel in der Luft und neutralisieren diese… Auch nützlich um, Kleider zu lüften.
Zuvor gab es allerdings noch eine Besonderheit der Stadt Fukuoka: Die „Yatai“. Hierbei handelt es sich um mobile Essensstände, die allabendlich auf die Straßen gerollt und aufgeklappt werden, an denen man um die Garküche herum auf Schemeln und Bänkchen Platz nehmen und essen kann. Gereicht werden japanische und vorallem auch lokale Spezialitäten.
Am nächsten Morgen erfolgte dann die Abreise mit ANA und dem Langstrecken-Dreamliner, der auf Inlandsstrecken noch eine Menge mehr Passagiere aufnehmen kann, als man vermutet. Gegen Nachmittag war es dann wieder soweit: Tokyo hat uns wieder. Langsam haben wir uns von der Provinz in Obama, über „kleine“ Städte wie Nagsaki (400T Einwohner) und Fukuoka (1,5 Mio.) in die Metropolregion und den größten Ballungsraum der Welt, Tokyo mit über 35 Mio Menschen, erreicht… 🙂