さよなら日本。Sayonara Nihon. [18.10./19.10.2015]

Nun heißt es noch bei einem leckeren „Okonomiyaki“-Abendessen (vergleiche Hiroshima-Aufenthalt 2012) richtig Abschied zu nehmen. Zu schnell ging die Zeit dann doch schon wieder vorbei und der 12-Stunden-Flug nach Frankfurt steht bereits zum Check-In bereit. Es ist aber schön zu sehen, dass auch dieses mal immer wieder neue Eindrücke und Erfahrungen gesammelt werden konnten und somit weiteren Reisen in naher oder ferner Zukunft nichts im Wege stehen wird!

Rückblickend möchte ich aber noch kurz von den Hellsehern Japans erzählen:

Angefangen zu Beginn der diesjährigen Reise im Ryokan in Obama in der tiefsten Provinz. Wie es sich gehört, geht man auf dem Weg zu den heißen Bädern, den Onsen, nicht mit normalen Kleidern sondern im „Yukatan“, dem leichten Sommer-Kimono. Diese liegen in jedem Hotelzimmer bereit. Nun ist es aber so, dass der Durchschnitts-Japaner (viel) kleiner gewachsen ist als der Durchschnitts-Europäer. Entsprechend enger und knapper waren die entsprechenden Yukatan, die bereits in zwei Größen bereit lagen, keine jedoch wirklich groß genug.
Natürich ist es uns aufgefallen und wir haben uns hierüber auch noch unterhalten. Aber sei es drum, sie erfüllen ihren Zweck und der Weg vom Zimmer zum Onsen war nicht so weit. Am nächsten Tag – wir kamen gerade von einem Ausflug zurück – begrüßte uns die ältere Hausdame wie gewohnt. Doch dann verfolgte sie uns schnellen Schrittes und versuchte, irgendetwas zu erklären. Plötzlich kramte Sie aus einer Kammer zwei neue Yukatan hervor. Wie sich herausstellte, zwei wesentlich größere und angenehmer zu tragende Yukatan. Was für ein Zufall? Hatte die alte Dame etwa unsere Gedanken gelesen?


In Nagasaki vertrauten wir auf die Restaurant-Empfehlung des Reiseführers. Leider vergeblich. Wir fanden den Geheimtipp nicht (in Japan ist das mit Adressen so eine eigene Sache). Letztlich konnten wir über die bekannten Protale ein anderes „Gyoza“-Restaurant (Teigtaschen, ähnlich Maultaschen) ausfindig machen. Irgendwann standen wir etwas abseits an einer Kreuzung und wollten uns anhand der Schriftzeichen nochmal vergewissern ob es sich um eben das gesuchte Restaurant handelte. Wie aus dem Nichts stand da plötzlich eine Frau neben uns und lud uns mit freundlicher Bewegung in ihr Restaurant ein, „Gyoza? Come in…“. So schnell wie wir herinnen waren, so schnell war sie auch schon wieder verschwunden. Es war aber genau das Restaurant, das wir gesucht hatten. Im Laufe des Essens der köstlichen Taschen stellte sich heraus, dass gewisse Dinge zu beachten sind: Man sollte beispielsweise die Brühe am Tisch noch würzen. Wir besprachen uns kurz „Wie das denn nun nochmal war“ und betrachteten unsere dampfenden Suppenschüsseln vor uns. Und *kazsching* die Frau stand an unserem Tisch und ich hatte die Gewürze in meiner Brühe und alle anderen am Tisch (auch Japaner) wussten nun erst. wie es richtig funktioniert. Und, bevor man Danke sagen konnte, war die Dame auch wieder verschwunden. Es ist aber nicht so, dass wir sie im Laden einfach nicht mehr gesehen haben – es war ein kleiner Laden – vielleicht 20 Plätze, eng bestuhlt. Sie war einfach weg, so schnell wie sie gekommen war. Hellseher? Gedankenleser?

Naja, weder noch. Vielmehr eine Charaktereigenschaft, die wir Europäer leider völlig verlernt haben: Eine Eigenschaft, welche die Japanische Gesellschaft zu dem macht, was sie ist. Eine Dienstleistungsgesellschaft. Dienstleistung an der Gesellschaft. Die beiden Damen haben einfach sofort erkannt, was unsere Bedpürfnisse waren. Sie waren beide ungemein aufmerksam, auf die Umgebung, auf uns. Dem Kunden immer einen Schritt voraus sein, ihn gar nicht in die Verlegenheit bringen, nach etwas zu fragen. Das schaffen wir in unserer Neid- und Beschwerdegesellschaft nicht mehr. Die Dienstleister bekommen gar nicht mehr die Gelegenheit, ihren Kunden einen Schritt voraus zu sein. Schade eigentlich.

Aber ein Grund mehr Japan zu lieben… Sayonara Nihon und bis bald. Ganz gewiss! 🙂

Nagoya feiert den Herbst… [18.10.2015]

Auf dem Weg zum Nagoya Castle zog die große Parade zum diesjährigen Herbst-Festival an uns vorbei. Zu sehen waren, ähnlich wie in Nagasaki, wieder festlich geschmückte Paradewagen aus Holz die unter Trommelmusik durch traditionell gekleidete Männer gezogen wurden. Ein Highlight der alljährlichen herbstlichen Feierlichkeiten, bei denen der Tradition und Vergangenheit erinnert wird. Die Bevölkerung fand’s toll und stand teilweise in mehrfachen Reihen an der Straße und jubelte den Teilnehmern zu. Typisch Japan, der Autoverkehr war auf der Hauptparadestrecke zwar gesperrt, die wichtigsten Kreuzungen waren jedoch zeitweise, zwischen einzelnen Fußgruppen für eine Überfahrt freigegeben. Und wer glaubt, die Sperrungen würden in einer 3,5 Millionen Einwohner Stadt zu einem Verkehrskollaps führen (man denke nur mal an den Berlinmarathon), der irrt gewaltig. Keine größeren Engpässe. Einzig die direkt an der Strecke liegenden Zugänge zu der U-Bahn waren gesperrt und ein kleinerer Umweg entsprechend notwendig. Leider verfällt Japan langsam auch in Angst vor Terrorismus. Ob innerer oder äußerer, konnten wir leider nicht herausfinden.
Zur Feier des Festivals waren heute alle Sehenswürdigkeiten kostenlos zugänglich. Über die enstprechenden Menschenmassen konnte man da schon hinwegsehen 😉 Wahrscheinlich aber immer noch kein Vergleich zur „Goldenen Woche“, eine der Hauptreisezeiten der Japaner, da sich hier viele Feiertage quasi bündeln und alle versuchen entsprechend dazwischen frei zu nehmen. Sei’s drum, es gab dann doch auch im Park der Nagoya Burg ruhige Flecken, um die japanische Gartenkunst zu genießen.
Nagoya wurde im 16. Jahrhundert als typische Burgstadt gegründet. Die Burganlage ist ein gutes Beispiel frühjapanischer Burgarchitektur. Im Mittelpunkt steht hierbei der „Donjon“, der Burgturm mit seinen rund 50 Metern Höhe. Nagoyas Stadtsymbol, die „Shachihoko“, eine Mischung aus Delphin und Karpfen befinden sich auf dem Dach des Turms. Leider ist die originale Burg im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und dann 1959 wieder vollständig neu – diesmal aus Beton – aufgebaut worden.

Im Süden der Stadt befindet sich der „Shirotori“, ebenfalls ein japanischer Garten und eine ruhige Oase inmitten der lebhaften Stadt. Um das Teehaus herum befinden sich viele Wasserlemente, Wasserfälle, Berge und viele Bäume. Man möchte sich am liebsten irgendwo hier niedersetzen und die Landschaft, das Plätschern von Wasser auf sich wirken lassen…

Übrigens, eher durch Zufall haben wir entdeckt, dass aus den bekannten 100¥ Automaten nicht nur die begehrten gekühlten Getränke gezogen werden können, sondern auch warmer Kaffee in Dosen bzw. Flaschen! (eigentlich wollten wir gekühlten Eiskaffee). Und auch in den kleine Läden an jeder Ecke stehen direkt neben den Kühlregalen eigene Regale, die die darin gelagerten Getränke wärmen… Sowas gibt es wohl auch nur hier in Japan. Unsere Hoffnung, dass das hierbei die Abwärme der Kühlregale genutzt wird, haben wir – weshalb auch immer – schnell wieder beseite gelegt. 😉

Nagoya, Blumen- und Gartenkunst [17.10.2015]

Im Jahr 2005 fand in Nagoya die Weltausstellung Expo unter dem Motto „Weisheit der Natur“ (Shizen no Eichi) statt. Das Gelände liegt etwas außerhalb von Nagoya und ist mit einer Magnetschwebebahn (Linimo) zu erreichen. Es ist herrlch grün dort draußen und zu unserem Glück fand aktuell die japanische Version der „Bundesgartenschau“ statt. Japaner scheinen im Herbst einfach immer und überall zu feiern. Denn wieder waren überall auf dem Gelände Stände und Bühnen aufgebaut und die Leute hatten eine Menge Spaß.
Der eigentliche Grund für den Besuch war neben der Parkanlage aber der dort gelegene Japanische Garten. Und tatsächlich, nach einem kleinen Spaziergang durch den Wald erreichten wir den Garten. Sofort wirkte die ausstrahlende Entspannung und Ruhe des Gartens auf einen. Einfach schön diese herrliche Gartenkultur. Am Abend waren bereits die ersten Feiern zum „Nagoya Festival“, einem der größten Herbstfestivals in der Provinz, in der Stadt zu gange. Highlight ist eine Parade mit über 700 Teilnehmern, die auch hier die lokale Vergangenheit aufleben lassen (siehe auch Nagasaki weiter unten).

Auf gehts nach Nagoya [16.10.2015]

Die Zeit in Tokio war schon wieder vorbei und so machten wir uns am Vormittag auf zu unserer letzten Station, Nagoya. Wohlwissend, dass Tokio auch noch für kommende Aufenthalte noch mehr als genug Abwechslung bietet. An der Tokio Station (hat seit kurzem eine Partnerschaft mit dem Frankfurter Hauptbahnhof) erstmal die Zugtickets für den Shinkansen nach Nagoya kaufen. Aufgrund der Tourplanung verzichteten wir diesmal auf den ansonsten sehr praktischen JapanRailPass, mit dem man für jeweils rd. 1 oder 2 Wochen alle JR-Züge nutzen kann. Der Verkäufer am Schalter hat uns fix ein Ticket und die passende Reservierung für einen der nächsten Züge ausgestellt und wir konnten uns daher schnell auf dem Weg zum Shinkansen-Terminal und dem Bahnsteig machen. Anzumerken ist, dass die Shinkansen einen dichten Taktverkehr bieten, so das man innerhalb einer halben Stunde mehrere Verbindungen in alle Richtungen hat. Ein Traum…
Am Bahnsteig erwartete uns bereits der „Nozomi“-Shinkansen (のぞみ) mit Fahrtziel Hiroshima. Die Türen waren noch verschlossen, da der Zug für seine Reise vorbereitet wurde. Eine fleißige Putzkolonne durchkämmt die Wagen, reinigt diese und dreht alle (!!) Sitzreihen wieder in die korrekte Fahrtrichtung. Auf dem Bahnsteig orientierten wir uns gekonnt an den auf dem Boden befindlichen Markierungen und Einstiegszonen für unseren Wagen und reihten uns brav in die bereits vorhandene Warteschlange ein. 7 Minuten bis zur Abfahrt, immer noch sind die Türen verschlossen und insgeheim muss man an Deutschland denken und was verschlossene Türen, kurz vor Abfahrt für ein Chaos auslösen würden. Auf die Minute, 5 Minuten vor Abfahrt öffnen sich die Türen, die Putzkolonne steigt aus, verbeugt sich, bittet um Entschuldigung (so wie man immer und bei allem um Entschuldigung bittet – Sumimasen, すみません。). Die Menschenschlange setzt sich in Bewegung und ehe man sich versieht, den Koffer in ausreichend großen Gepäckfächern verstaut und man Platz genommen hat, ertönt eine schöne Melodie, die Türen schließen sich und der Zug setzt sich in Bewegung. Ein Blick auf die Uhr bestätigt, pünktlich auf die Sekunde! Keine panisch noch heraneilenden Reisenden, keiner der sich noch durch die sich schließende Tür drückt, keiner der die Beherrschung verliert. Alles läuft gesittet, ruhig und sehr strukturiert ab. Einfach toll…
Zwei Stopps später (Shinagawa & Yokohama) werden die Häuserzeilen weniger und nach 30 Minuten Fahrt haben wir das Stadtgebiet um Tokio verlassen. Der Shinkansen beschleunigt und die beeindruckende Landschaft zieht an einem vorbei. Der Mt. Fuji, sonst auch gerne aus dem Zug erkennbar, lässt sich heute leider nicht blicken und versteckt sich hinter tief hängenden Wolken. Schade, aber man sagt ihm ja zu Recht nach, dass er sehr eigen und schüchtern ist.

Den Genuss einer Bento-Box (jeder isst im Zug Bento) und des Eiscafes gehöhren nach so vielen Fahrten mit dem Shinkansen mittlerweile auch schon zum liebgewonnenen Ritual. Diesesmal bleibt für alles aber nicht viel Zeit. Der Shinkansen legt die rd. 350km zwischen Tokio in Nagoya in rund 1 Stunde 45 Minuten zurück und so heisst es alsbald und wieder auf die Minute pünktlich, Nagoya nächster Halt Nagoya.
Auf meiner Einkaufsliste stand diesmal unter anderem auch ein „Hanko“. Japaner unterschreiben vom Grundsatz her nicht mit einem Kugelschreiber wie wir es gewohnt sind. Sie stempeln ihre Namen meist in Kanji und besitzen hierfür die verschiedensten Stempel. Es gibt spezielle, registrierte Stempel für die ganz wichtigen Dinge im Leben (Grundstückserwerb, Bankkonten etc.) und die nicht registrierten für das alltägliche Leben (Mietverträge, Quittungen, etc.). Einen nicht registrierten wollte ich mir diesmal besorgen, konnte aber kein passendes Geschäft dafür finden. Eigentlich hatte ich mir den Wunsch bereits wieder abgeschrieben, da kam aber der Geheimnisvolle Wunderaufzug ins Spiel. Als wir mit dem Gepäck aus der U-Bahn heraus einen Ausgang mit Aufzug gesucht hatten, fanden wir uns (wie so oft in Japan) inmitten eines Kaufhauses wieder. Einen Ausgang aus eben diesem konnten wir zwar nicht finden und schon sprachen wir eine Aufzugsaufpasserin auf den Ausgang an. Sie verstand uns nicht wirklich und eigentlich symbolisierte sie irgendwie, dass es über die Aufzüge nicht nach draußen ginge (wieso eigentlich nicht?). Wir stiegen entgegen ihrer Erwartung dennoch ein. Der Aufzug spuckte uns im 3. Stock (was in Japan auch der 2. oder 4. Stock sein könnte) aus und wir fielen quasi genau in einen Hanko-Shop hinein. Herrlich, diese Zufälle, oder Absicht? Auf alle Fälle habe ich jetzt einen schönen Hanko mit dem Kanji Symbol für „Fuchs“ (kitsune 狐) und kann von nun an alles abstempeln…

Letztlich galt es am Nachmittag und zum Abend hin, die nähere Umgebung zu erkunden und noch den Sonnenuntergang vom Nagoya Tower zu genießen. Es stelle sich auch noch heraus, dass just zu unserem Aufenthalt auch hier in Nagoya wieder ein Herbstfestival ansteht. Wir sind gespannt…

Tokio, sich von der Metropole treiben lassen… [14.10./15.10.2015]

Nach drei bisherigen Aufenthalten in Japans Hauptstadt bleibt endlich einmal Zeit, sich von der Metropole treiben zu lassen und auch mal spontane Wege zu gehen und Ort zu erkunden, ohne Zeitdruck und vorgegebene „Must see“-Points. So stand am Mittwoch erstmal ein Besuch des Railwaymuseums der JapanRail (JR) auf dem Programm. Bisher scheiterte der Besuch an der Zeit bzw. der doch etwas weiteren Anfahrt. Das Museum befindet sich in Omiya, gute Stunde von der Innenstadt entfernt. In großen Hallen und auf einem Freigelände sind viele historische Eisenbahnfahrzeuge, von alten Dampflokomotiven der ersten japanischen Eisenbahn, über den kaiserlichen Hofzug, bis hin zum ersten Shinkansen ausgestellt. Außerdem besteht in vielen Wissenslaboren die Möglichkeit, mit den eigenen Sinnen das System Eisenbahn zu erkunden. Welche Räderart eignet sich am besten für Weichenfahrten? Wie funktioniert eine Dampflok? Wie wird sichergestellt, dass die Züge nicht kollidieren? Hier muss gesagt werden, dass auf den Shinkansen-Strecken seit Inbetriebnahme in den 60er Jahren keine Zugsicherung über Signale erfolgt, sondern die Züge sich selbst erkennen und entsprechend die Geschwindigkeiten vorgeben. Sicher auch ein Grund für die sehr kurzen möglichen Taktzeiten zwischen den einzelnen Zügen. Ein Highlight waren aber sicherlich die verschiedenen, teils beweglichen Zugsimulatoren, vom U-Bahn Zug der Tokio Metro, den Shinkansen oder einer Dampflok. Im übrigen zeichnet diese Smulatoren das projezierte Livebild im Gegensatz zu den üblichen Animationen aus. Die Lokführer der JR werden in eben solchen Simulatoren geschult. Bereits im letzten Jahr auf der INNO-Trans in Berlin konnte ich mich am Stand der JR mit dem Geschäftsführer der Herstellerfirma intensiv austauschen und so war ich überrascht, diese Simulatoren im Railmuseum zu entdecken. Zusammenfassend ein interessanter Einblick aus und in den Eisenbahnbetrieb in Japan.
 
Da am Donnerstag keine Wolke am Himmel zu erkennen war, wollten wir noch einmal die Perspektive von oben auf die Stadt genießen. Daher ging es erneut nicht zum (überteurten, überfüllten) Skytree sondern aufs Tokio-Government-Building, dem Rathaus der Präfektur Tokio. Zwar nicht ganz so hoch (dennoch 69. Stock), dafür kaum andere Leute und das ganze gratis. Nach wie vor ein Geheimtipp! Um das Rathaus zu erreichen, fährt am besten bis „Shinjuku“ und lässt sich gleich mal vom Gewusel von unendlichen Menschen beeindrucken. Aber aufpassen, den richtigen Ausgang finden und sich rechtzeitig aus der Masse nach links oder rechts rausarbeiten. Shinjuku ist baulich nicht der größte Bahnhof der Welt, aber von der täglichen Anzahl an Reisenden unschlagbar: über 3 Millionen Menschen nutzen die Bahnsteige dieser Station (im Vergleich: Frankfurt (M) Hauptbahnhof rd. 500.000).
Am Rathaus angekommen, bot sich ein freundlicher älterer Volenteer an, uns durch den öffentlichen Bereich des Rathauses zu begleiten und auch auf der Aussichtsplattform ein paar Worte über Tokio und seine Sehenswürdigkeiten zu verlieren. Wir nahmen dankend an und es entwickelte sich ein nettes Gespräch über die Architektur, Wirtschaftskrise und das Wetter 😉 . Die Aussicht war toll, aber aufgrund des noch recht warmen Wetters, am Horizont noch recht dunstig. Ein Blick auf den „Fuji-San“ blieb uns daher leider verwehrt. Nichtsdestotrotz erspähten wir, auch dank unseres Begleiters, noch ein größeres Stück „grün“ im dichten Stadtdschungel, den „Yoyogi-Park“. Nach einer kurzen U-Bahn Fahrt erreichten wir den Park und waren beedindruckt. Mitten in der Mulit-Millionen Metropole befindet sich ein Wald! Je tiefer man hinein schritt, desto ruhiger wurde es um einen herum. Wunderschön…