Victoria Peak & Abschied [02.09.2012]

Die Rundreise neigt sich dem Ende zu… Entsprechend gemütlich sind wir den letzten Tag angegangen!

Nach einer kleinen Shopping-Tour am Mittag ging es gegen Abend mit der „Peak-Tram“, einer zum Ende des 19. Jahrhundert eröffnete Bergbahn, auf den rund 600m hohen Victoria-Peak, des höchsten Berges auf Hongkong-Island. Von hier aus hatte man einen phänomenalen Ausblick auf das beleuchtete Hongkong! Ein würdiger Abschied, zumal das Wetter heute entsprechend mitgespielt hat.

Mit der „Peak-Tram“ ging es auch wieder hinab, in Richtung „Causeway Bay“ einem Hafenteil in dem die Menschen noch auf Booten leben. Wohl nicht ganz so spektakulär wie Aberdeen auf der anderen Seite von Hongkong-Island. Einen Eindruck über die Wohnverhältnisse hat es einem allemal gegeben…

Nach einem Thailändischen Abendessen ging es mit dem Streetcar, Hongkongs alter, wackliger Doppelstock-Strassenbahn – die uns in den vergangen Tagen gute Dienste geleistet hatte – letztmals auf windige Fahrt zum Hotel!

Nun heißt es Koffer packen (und auf streikfreien Rückflug mit Lufthansa hoffen) und an die schönen letzten Wochen in Beijing, Tokyo, Sapporo, Hiroshima, Kyoto, am Mt. Fuji und Hongkong zu denken, verbunden mit der Vorfreude auf zu Hause und die gewohnten Umgangsformen in Deutschland…

SAYONARA!

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Durch den grünen Norden & die Unterschiede zwischen Japanern [24.08.2012]

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Heute ging es mit einer organisierten Busfahrt die Natur von Hokkaido zu bewundern… Organisiert war die Tour im wahrsten Sinne des Wortes! 🙂 Die Tour fand auf Japanisch statt, uns standen neben dem englischen Audioguide ein wirklich sehr hilfsbereite und freundliche Reisebegleiterin zur Verfügung. Obwohl sie nur japanisch sprechen konnte, klappte die Verständigung dank ihres Handout super einfach! Also keine Scheu, trotz Sprachbarriere kann man dieses schöne Land erkunden.

Nach einer kleinen Stadtrundfahrt durch Sapporo und ausführlichen Erklärungen zur Geschichte und Rolle der Stadt ging es ins Grüne… Wir sollten heute wunderschöne Seen, den Lake Shikotsu & Lake Toya, sowie den aktiven Vulkan Mt. Usu sehen. Letzterer war am beeindruckendsten, da stetig heisse Dämpfe aus ihm emporsteigen. Das Wetter hätte sicherlich besser sein können, passte aber irgendwie auch zu der Region. Eine angenehme Abkühlung zum bisher erlebten Klima in Beijing und Tokyo.

Am Abend gab es noch einen Streifzug durch die Stadt. Auffallend waren die im Gegensatz zu Tokyo bzw. der Hauptinsel Honshu doch teils abweichende Verhaltensweisen. Stößt man in der Hauptstadt und sonst überall auf Zurückhaltung, Respekt und (für Europäer vielleicht übertriebene) Freundlichkeit, so reduziert sich dies in Sapporo einzig allein auf das Service- & Dienstleistungspersonal. Fazit des Abends: Sapporo ist wohl eher das Mannheim von Japan. Man sollte es einmal gesehen haben, kann dann aber getrost verzichten… Wobei man damit wohl der gesamten Insel, dem Natur-Paradis Japans Unrecht tun würde… 😉

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Nordwärts auf die Insel Hokkaido [23.08.2012]

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Heute hieß es erstmal von Tokyo Abschied nehmen! Mit dem neuen Hayabusa Shinkansen führen wir in Richtung der nördlich gelegenen Insel Hokkaido. Trotz der Geschwindigkeit konnten wir schöne Landschaften auf der Hauptinsel Honshu bestaunen. Umso tragischer, wenn man bedenkt, was sich hier ganz nahe (bei der Durchfahrt durch Fukushima) im März 2011 abgespielt hat und welche Natur (und mehr) durch die Atomenergie gefährdet wird. Erfahrungen aus bisherigen Gesprächen zeigen, dass ein erster Teil der japanische Bevölkerung mit diesem Risiko nicht mehr leben will!

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An der nördlichsten Spitze Honshu’s, Aomori mussten wir in einen LimitedExpress Zug umsteigen. Die Fahrt ging von hier durch den längsten (zumindest bis zur Eröffnung des Gotthard-Basis-Tunnel) Tunnel der Welt. Der Unterseeabschnitt ist nach dem Eurotunnel der zweitlängste. Die Fahrt hindurch dauerte rund 25 Minuten. Ein Highlight ist hier sicherlich der Haltepunkt für eine Unterseestation unter dem Meer. Nach einem letzten Wechsel in einen anderen LimitedExpress erreichten wir Sapporo, dass wirtschaftliche und politische Zentrum von Hokkaido. Im Jahr 1972 fanden hier außerdem die Olympischen Winterspiele statt.

Am Abend gab es in der „Rāmen-Straße“ die Spezialität der Region. Eine Nudelsuppe auf (in unserem Fall) Miso-Basis. Darin befinden sich frische Zwiebeln, Knoblauch, Fleisch und allerlei Gewürze. Man sitzt an einem Tresen und der Koch bereitet die Suppe (Rāmen) vor den Gästen zu. Dazu gab es ein leckeres Bier aus der Region Hokkaido, das wohl beste Bier Japans… Alles sehr sehr lecker!

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Reisevorbereitungen oder „Spanien kann ja jeder…!“

Vor knapp 5 Monaten begann dieses Wagnis mit der Buchung der Flüge über Lufthansa (worüber man eigentlich einen eigenen Artikel schreiben müsste). Der ersten Hotelbuchung folgte die Qual der Wahl aus verschiedensten Reiseführern (was die ausgewählten letztlich taugen, wird am Ende der Asia-Tour entschieden…) deren Umfang von ein paar wenigen, bis nahezu 300 Seiten alle möglichen Varianten bietet. Letztlich mussten für die Reise in den letzten Wochen 7 Hotels (bis auf Hiroshima, ein recht einfaches Unterfangen), innerhalb Japans Transportmöglichkeiten zu Lande und in der Luft sowie mangels Zeit 😦 dann doch noch 2 organisierte Ausflüge gebucht werden… Erfahrungen was bspw. unter dem Begriff „Bürokratie“ zu verstehen ist, sammelt man bei der Beantragung des Visum für China mal eben nebenbei…

Reiseablauf (geplant)

14.08. – 20.08.2012 >>> Beijing (Peking), China
20.08. – 23.08.2012 >>> Tokyo, Japan
23.08. – 25.08.2012 >>> Sapporo, Japan
25.08. – 26.08.2012 >>> Hiroshima, Japan
26.08. – 28.08.2012 >>> Kyoto, Japan
28.08. – 30.08.2012 >>> Tokyo, Japan
30.08. – 03.09.2012 >>> Hongkong, China

Knapp 5 Monate Reisevorbereitungen schützen nicht vor der Hektik der letzten Tage, letzten Stunden vor dem Abflug… Es geht dann endlich los!

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