

Heute hieß es erstmal von Tokyo Abschied nehmen! Mit dem neuen Hayabusa Shinkansen führen wir in Richtung der nördlich gelegenen Insel Hokkaido. Trotz der Geschwindigkeit konnten wir schöne Landschaften auf der Hauptinsel Honshu bestaunen. Umso tragischer, wenn man bedenkt, was sich hier ganz nahe (bei der Durchfahrt durch Fukushima) im März 2011 abgespielt hat und welche Natur (und mehr) durch die Atomenergie gefährdet wird. Erfahrungen aus bisherigen Gesprächen zeigen, dass ein erster Teil der japanische Bevölkerung mit diesem Risiko nicht mehr leben will!
An der nördlichsten Spitze Honshu’s, Aomori mussten wir in einen LimitedExpress Zug umsteigen. Die Fahrt ging von hier durch den längsten (zumindest bis zur Eröffnung des Gotthard-Basis-Tunnel) Tunnel der Welt. Der Unterseeabschnitt ist nach dem Eurotunnel der zweitlängste. Die Fahrt hindurch dauerte rund 25 Minuten. Ein Highlight ist hier sicherlich der Haltepunkt für eine Unterseestation unter dem Meer. Nach einem letzten Wechsel in einen anderen LimitedExpress erreichten wir Sapporo, dass wirtschaftliche und politische Zentrum von Hokkaido. Im Jahr 1972 fanden hier außerdem die Olympischen Winterspiele statt.
Am Abend gab es in der „Rāmen-Straße“ die Spezialität der Region. Eine Nudelsuppe auf (in unserem Fall) Miso-Basis. Darin befinden sich frische Zwiebeln, Knoblauch, Fleisch und allerlei Gewürze. Man sitzt an einem Tresen und der Koch bereitet die Suppe (Rāmen) vor den Gästen zu. Dazu gab es ein leckeres Bier aus der Region Hokkaido, das wohl beste Bier Japans… Alles sehr sehr lecker!

