Nara – die Wiege Japans [31.08.2014]

Nara, im 8. Jahrhundert erste ständige Hauptstadt von Japan, ist ähnlich Kyōto eine sehr spirituelle Stadt mit vielen Tempeln und Schreinen. Knapp 10 davon die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen! IMG_0305.JPG IMG_0306.JPGViele der Tempelanlagen findet man im und um den „Nara-Park“. Hier wird man auch heute noch von leibhaftigen Götterboten begrüßt. Stolz schreiten diese auf jeden Besucher zu, interessieren sich für Kleidung und Taschen und „betteln“ um Nahrung. Die Rede ist von den rund 1.200 Rehen und Hirsche die im Park leben und durch diesen und die Stadt streifen. Im früheren buddhistischen Glauben galten Rehe als Abgesandte des Himmels und durften unter Androhung der Todesstrafe nicht gejagt werden. Heute gilt die Population in Nara als lebendiger Nationalschatz… IMG_0302-0.JPGIMG_0300.JPG Ein weiteres Highlight ist der „Tōdaiji“. Die ebenfalls aus dem 8. Jahrhundert stammende Tempelanlage beeindruckt allein durch die Ausmaße. Die Haupthalle mit ihren rund 60m Länge, 50m Breite und 50m Höhe gilt als größtes Holzgebäude der Welt! Im Innern beeindruckt ein weiterer riesiger Bronze-Buddha (vgl. Beitrag vom 30.08.2014). Teile des „Nara-Daibutsu“ sind über 1.000 Jahre alt. IMG_0303.JPGIMG_0304.JPGAlles in allem ein lohnenswerter Tagesausflug, aus der Region um Kōbe und Ōsaka bequem mit dem Zug in etwas über einer Stunde zu erreichen. Morgen geht es weiter nach Kyōto, dem spirituellem Zentrum Japans und ehemalige Kaiserstadt. IMG_0308.JPG

Natur & Spirituelles – Kōbe mal anders… [30.08.2014]

In einer 1,5 Millionen Metropole gewöhnt man sich schnell an die enge Bebauung, die Hochhäuser, die kleinen – manchmal auch grünen – Parks, die ein klein bisschen Farbe und Natur in die Stadt bringen sollen. Natürlich hat auch Kōbe solche Parks, mehr und mal weniger grün. Kōbe hat aber auch den „Rokkō-Bergrücken“! Der Hausberg begrenzt die Ausdehnung der Stadt ins Landesinnere und ist somit auch innerhalb kürzester Zeit erreichbar. Auf den rd. 930 Meter hohen „Rokkō-San“ gelangt man bequem mit der Seilbahn. Oben angekommen, erwartet den Besucher neben der famosen Aussicht auf Kōbe und die Osakabucht auch ein für Ausflügler gestalteter Kräutergarten mit Imbiss, Ausstellungs- und Konzerträumen und allerlei mehr… IMG_0294.JPGTut man es uns gleich und entschliesst sich indes Rückweg zu Fuss und nicht mit der Seilbahn anzutreten kann man die pure Natur des Bergrückens auf teils steilen und schmalen Wegen erwandern und geniesen.IMG_0295.JPGIMG_0298.JPGIMG_0296.JPG Wenn man die Grenzen der Stadt wieder erreicht, bietet Kōbe auch noch ein kleines spirituelles Highlight: einen von drei „großen Buddhas“ von Japan. Den „Hyōgo Daibutsu“ im Tempel „Hōshakuzan Nōfuku“ im Stadteil Hyōgo-ku.

IMG_0299.JPG Der abschliessenden Abstecher zum Strand nach Suma kann eigentlich unerwähnt bleiben, da es sich wegen der Flutmauern im Wasser eher um kleinere Badeseen handelt. Den im Sommer täglich über 1.000 Besuchern ist wohl eher die Abkühlung wichtig, als echtes (zumindest wie wir es kennen) Strandfeeling… Dagegen war der Tagesabschluss beim Shabu-shabu, einer Art Brüh-Fondue, zumindest geschmacklich und zwischenmenschlich ein voller Erfolg. Die Nichte des Kochs stand jederzeit bei der Zubereitung und Beratung trotz Sprachbarrieren freundlich und hilfsbreit zur Seite. Ein gelungener Tagesabschluss…