
Früh morgens ging es zum Beijing Capital International Airport. Der Taxifahrer versuchte in seiner freundlichen Art uns auf dem Weg dorthin noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu erklären, was kläglich scheiterte… Vielmehr stieg unser Adrenalin Spiegel durch seinen Fahrstil in der RushHour dramatisch an! 🙂
Nach dem CheckIn auf dem AirChina Flug nach Tokyo-Haneda warteten wir noch auf unseren „Privat-Guide“ Hendrik, der mit seiner Crew ebenfalls auf dem Weg zum Flughafen war, da sein Rückflug nach Warschau auf dem Dienstplan stand…
In diesem Zusammenhang nochmal ein großes Dankeschön für die drei Tage Begleitung in Beijing, dafür das Du dir Zeit für uns genommen hast und vor allem die Unterstützung bei der sprachlichen Barriere botest 🙂
Nach dreieinhalb Stunden Flug erreichten wir Japan! Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug spürte man die Unterschiede zwischen den beiden Ländern und in der Mentalität… Vor uns standen 5 Flughafen Mitarbeiter und begrüßten uns mit einer tiefen Verbeugung – das hätte wohl keiner erwartet! Durch die Gesundheitskontrolle (die kannten wir ja schon aus China) mittels Wärmebildkamera weiter zum Einreisebeamten der durch sein ebenfalls respektvolles Verhalten einem gleich bei der Einreise zu verstehen gab, willkommen in diesem Land zu sein!
Vom Flughafen ging es mit der Monorail direkt in die City. Die U-Bahn Aufsicht war ebenfalls sehr hilfsbereit und wir fanden einen schnellen Weg in Richtung Akasaka wo unser Hotel lag… Nach den Erfahrungen in Beijing waren wir auf alles erdenkliche in der U-Bahn vorbereitet, was wir vorfanden war das krasse Gegenteil unserer Befürchtung! Überall nahm man auf uns „Fremde“ – dazu noch mit Gepäck – Rücksicht… Eine entspannte Fahrt zum Hotel war das Ergebnis.
Das Hotelzimmer ist nicht sonderlich groß, was für Japan allerdings Standard ist. Zum Schlafen und diese Zeilen tippen reicht es mehr als aus!
Am Abend ging es dann in der Nähe des Hotels in eine Art japanisches Schnellrestaurant. Normalerweise muss man seine Bestellung an einem Automaten aufgeben & bezahlen und der Bedienung am Platz den Coupon übergeben. Das Essen wird frisch zubereitet und serviert. Wir durften allerdings – mangels Lesbarkeit der Schrift am Automaten – ohne großen Aufwand direkt Platz nehmen und unsere Bestellung wurde persönlich aufgenommen. Die meisten Speisekarten in Japan bestehen aus Bildern, somit fällt das auswählen ziemlich leicht. Kalten Tee und Wasser gibt es hier meist umsonst und auch das Essen lies nicht lange auf sich warten.
Plötzlich spürten wir, wie sich sekundenlang der Tisch und die Stühle bewegten… Der Gedanke kam sofort auf: ein Erdbeben! Die Japaner um uns herum ließen sich nichts anmerken und dann war es auch schon vorbei… Man muss wissen, dass in Tokyo die Erde rund 1.500x pro Jahr spürbar bebt! Somit scheint dies für die Einwohner Tokyos nichts ungewöhnliches zu sein, was deren Reaktion erklärt. Später konnten wir anhand der (un)nützlichen iPhone-App „Earthquake“ tatsächlich nachlesen, dass genau zu der Zeit als wir die Bewegungen spürten rund 80km von Tokyo entfernt ein Erdbeben der Stärke 5.0 aufgezeichnet wurde… Also doch keine Einbildung!
