Nijō-Schloß & Gartenkunst [03.09.2014]

An unserem letzten Tag in der alten Hauptstadt Kyōto besuchten wir das „Nijō-Schloss“ aus dem 17. Jahrhundert in der Nähe des Kaiserpalastes, welchen wir bereits 2012 besichtigt hatten. Das Schloss wurde seiner Zeit vom damaligen Shōgun als Zeichen der Stärke der Militärherrschaft geplant und nach 23 Jahren letztendlich fertiggestellt. Als die Shōgunherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts endete, ging der Besitz an die kaiserliche Familie über, welche es 1939 der Stadt Kyōto übertrug. Seit dieser Zeit ist das große Areal für Besucher zugänglich. Wenn man sich in den Räumen und Fluren der Gebäude bewegt, ist es nicht möglich dies unbemerkt zu tun. Aufgrund der Bauweise erzeugt jeder Schritt ein quietschendes, auch an eine Nachtigall erinnerndes Geräusch. Alarmanlage anno 1700, erfunden von Japanern! 😉 IMG_0320.JPGIMG_0319.JPG Mit dem Bus ging es anschließend weiter zum „Kōdaiji-Tempel“, der zum Gedenken an einen politischen und militärischen Strategen, von dessen Frau Nene Anfang des 17. Jahrhunderts gegründet wurde. Der dazugehörende Garten ist in ganz Japan für sein prächtiges Gartenarrangement bekannt. IMG_0323.JPGIMG_0322.JPG Bevor der Tag erneut mit Sushi vom Band ausklingen sollte, besuchten wir noch den „Nishiki Itchiba“, einen seit rund 400 Jahren bestehenden Markt, auf dem an mehr als 130 Ständen nahezu alles, vor allem aber frischer Fisch, Gemüse, Gewürze, an den Mann bzw. die Frau gebracht wird. Für weniger als 1 Euro kann man an den verschiedensten Ständen kleine Snacks zu sich nehmen. Die frischen Sashimi-Spieße sind unbedingt zu empfehlen! Bleibt nur noch, sich von Kyōto zu verabschieden. Morgen geht es weiter nach Tokyo. Auch wenn wir zum zweiten mal hier waren, gab es wieder neues zu entdecken und altes zu genießen 🙂

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