Nara, im 8. Jahrhundert erste ständige Hauptstadt von Japan, ist ähnlich Kyōto eine sehr spirituelle Stadt mit vielen Tempeln und Schreinen. Knapp 10 davon die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen!
Viele der Tempelanlagen findet man im und um den „Nara-Park“. Hier wird man auch heute noch von leibhaftigen Götterboten begrüßt. Stolz schreiten diese auf jeden Besucher zu, interessieren sich für Kleidung und Taschen und „betteln“ um Nahrung. Die Rede ist von den rund 1.200 Rehen und Hirsche die im Park leben und durch diesen und die Stadt streifen. Im früheren buddhistischen Glauben galten Rehe als Abgesandte des Himmels und durften unter Androhung der Todesstrafe nicht gejagt werden. Heute gilt die Population in Nara als lebendiger Nationalschatz… 
Ein weiteres Highlight ist der „Tōdaiji“. Die ebenfalls aus dem 8. Jahrhundert stammende Tempelanlage beeindruckt allein durch die Ausmaße. Die Haupthalle mit ihren rund 60m Länge, 50m Breite und 50m Höhe gilt als größtes Holzgebäude der Welt! Im Innern beeindruckt ein weiterer riesiger Bronze-Buddha (vgl. Beitrag vom 30.08.2014). Teile des „Nara-Daibutsu“ sind über 1.000 Jahre alt. 
Alles in allem ein lohnenswerter Tagesausflug, aus der Region um Kōbe und Ōsaka bequem mit dem Zug in etwas über einer Stunde zu erreichen. Morgen geht es weiter nach Kyōto, dem spirituellem Zentrum Japans und ehemalige Kaiserstadt. 
Aug
31
2014