In einer 1,5 Millionen Metropole gewöhnt man sich schnell an die enge Bebauung, die Hochhäuser, die kleinen – manchmal auch grünen – Parks, die ein klein bisschen Farbe und Natur in die Stadt bringen sollen. Natürlich hat auch Kōbe solche Parks, mehr und mal weniger grün. Kōbe hat aber auch den „Rokkō-Bergrücken“! Der Hausberg begrenzt die Ausdehnung der Stadt ins Landesinnere und ist somit auch innerhalb kürzester Zeit erreichbar. Auf den rd. 930 Meter hohen „Rokkō-San“ gelangt man bequem mit der Seilbahn. Oben angekommen, erwartet den Besucher neben der famosen Aussicht auf Kōbe und die Osakabucht auch ein für Ausflügler gestalteter Kräutergarten mit Imbiss, Ausstellungs- und Konzerträumen und allerlei mehr…
Tut man es uns gleich und entschliesst sich indes Rückweg zu Fuss und nicht mit der Seilbahn anzutreten kann man die pure Natur des Bergrückens auf teils steilen und schmalen Wegen erwandern und geniesen.

Wenn man die Grenzen der Stadt wieder erreicht, bietet Kōbe auch noch ein kleines spirituelles Highlight: einen von drei „großen Buddhas“ von Japan. Den „Hyōgo Daibutsu“ im Tempel „Hōshakuzan Nōfuku“ im Stadteil Hyōgo-ku.
Der abschliessenden Abstecher zum Strand nach Suma kann eigentlich unerwähnt bleiben, da es sich wegen der Flutmauern im Wasser eher um kleinere Badeseen handelt. Den im Sommer täglich über 1.000 Besuchern ist wohl eher die Abkühlung wichtig, als echtes (zumindest wie wir es kennen) Strandfeeling… Dagegen war der Tagesabschluss beim Shabu-shabu, einer Art Brüh-Fondue, zumindest geschmacklich und zwischenmenschlich ein voller Erfolg. Die Nichte des Kochs stand jederzeit bei der Zubereitung und Beratung trotz Sprachbarrieren freundlich und hilfsbreit zur Seite. Ein gelungener Tagesabschluss…