Hongkong [30.08.2012]

Heute morgen hieß es wieder einmal Koffer packen. Unser Weg führte uns von Tokyo nach Hongkong, dem letzten Zwischenstopp auf unserer Asien-Reise! Die ANA brachte uns mit einer Boeing 777-200 in dreieinhalb Stunden zurück in Richtung China.

Unser Hotel liegt auf Hongkong Island im Bezirk Victoria direkt am Hafen mit entsprechenden Blick auf Wasser und den Stadtteil Kowloon mit seinen Hochhäusern. Eine interessante Skyline!

Victoria bietet eine Mischung zwischen alt und neu… Zwischen einfachen Läden mit getrockneten Meeresfrüchten (eine Spezialität von hier – die Fischteile riechen allerdings getrocknet nicht weniger streng als frisch), Gewürzen und den Hochhäusern namhafter Banken und den unterkühlten, mit einander verbundenen Malls exklusiver Markenhersteller.
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Unsere erste Tour führte uns durch dieses Victoria, vorbei am ältesten Tempel in Hongkong und zum Escalator, einer Möglichkeit mittels rund 12 (oder noch mehr) Fahrtreppen den Höhenunterschied zwischen den Arbeitsstätten „Downtown“ und den Wohngebieten auf der Erhebung der Insel zu überwinden. Die Fahrtrichtung der Treppen richtet sich nach dem Berufsverkehr (morgens abwärts, abends aufwärts)…

Hongkong bildet doch wieder einen krassen Gegensatz zu Tokyo und ist trotzdem nicht mit Beijing zu vergleichen: Uns erwarten noch spannende letzte Tage!

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Der „Fujisan“ [29.08.2012]

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Heute Vormittag ging es mit dem Bus und einer (wie alle bisher) netten, englischsprachigen Reiseleiterin hinaus ins „Hinterland“ zu dem für Japaner heiligen Mt. Fuji (Fujisan) und umgangssprachlich auf deutsch, dem Fujiyama. Der Fujisan ist mit über 3.600 Metern der höchste Berg Japans und gilt immer noch als aktiver Vulkan.

Die zweistündige Fahrt von Tokyo führte über den Expressway hinaus ins Grüne und hinein in Tiefe Täler und steile Berghänge. Wenn man diese steilen, unbewohnten Berge sieht, ist klar weshalb es so große Städte gibt. Japans Landfläche ist vergleichbar mit Kalifornien, wobei aufgrund der steilen Gebirgsketten nur rund 30% bewohnbar ist. In diesem geringen bewohnbaren Landstrichen, müssen jedoch rund 120 Millionen Japaner unterkommen. Es bleiben somit meist nur die Ebenen, wo die Städte immer größer und enger werden oder alternativ muss dem Meer immer mehr Land abgerungen werden.

Jeder Japaner muss in seinem Leben einmal den Gipfel des heiligen Berges bestiegen haben… Wir erreichten nur die letzte mit Fahrzeugen erreichbare 5. Bergstation auf rund 2.400 Metern Höhe. Von hier aus setzen sich Menschenkarawanen in Richtung Gipfel in Bewegung. Das „Lebensziel“ kann bei guten Wetterbedingungen in rund 20 Stunden (8-10 für den Aufstieg, 5-6 für den Abstieg) erreicht werden. Wir genossen nur den Ausblick über den Wolken auf dem sehr gut sichtbaren Gipfel! Keine Selbstverständlichkeit, der Fujisan gilt als sehr schüchtern, meist verbirgt er sich hinter dichten Wolken…
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Nach dem Besuch eines kleinen buddhistischen Tempels auf der Bergstation ging’s mit einem neuem Glücksbringer für Langlebigkeit mit dem Bus weiter nach Hakone, einer kleinen Stadt mit vielen kleinen heissen Quellen, den sogenannten Onsen-Bädern. Am Lake Ashi ging es mit einem „kitschigen“ Piratenschiff über den See und einer Bergbahn hinauf auf den Gipfel des Mt. Komagatake. Ab hier spielte das Wetter nicht mehr mit und wir standen in einer dichten Nebelsuppe.

Zurück in Tokyo hieß es bereits von der Hauptstadt und Japan bei leckerem Shusi (mit Thunfisch, Makrele, Tintenfisch, Kaviar, Aal, Muschel anderen Leckereien) Abschied zu nehmen! Am Morgen geht es auf der Asienreise weiter nach Hongkong.

Was bleibt? Ein durchweg positives Fazit! Scheinbar nirgends sonst auf der Welt steht man als Gast so sehr im Mittelpunkt und erfährt Respekt und Gastfreundschaft, wie in Japan. Der Umgang in der Gesellschaft ist durchweg geprägt von Höflichkeit. Wir werden die vielen Verbeugungen und persönlichen Ansprachen vermissen… Auch das geordnete Chaos findet man wohl nur hier. Der Kontrast zwischen Naturschönheiten (Hokkaido, Mt. Fuji, …), Tradition (Kyoto, …) und der Moderne (Tokyo, …) ist allemal eine Reise wert! Was auch bleibt ist die Erkenntnis, dass man als Japaner wohl immer (Gott sei dank?!) seine kindliche Ader behält. Wie sonst kann man sich die vielen Pinguine, Bärchen, Katzen, Hunde (usw…) erklären, die einen in kindlicher Weise auf die Gefahren des Alltags aufmerksam oder die neusten Werbebotschaften bekannt geben. Oder aber auch die singenden Ampeln und überhaupt die vielen Lichter. Da werden im Gegenzug unsere Straßen zu Hause dunkle Gassen sein. Japan hat außerdem, trotz aller bisherigen Bemühungen, immer noch mächtiges Potential was sein Energieproblem nach Fukushima betrifft. Nur langsam wächst das Verständnis der Bevölkerung, dass man geschlossene bzw. nach außen offene Räume nicht zwingend auf Kühlschrankniveau herunter kühlen muss und man auch die ein oder andere Beleuchtung nicht benötigt (Vorbild: Metro von Tokyo).

Der Tourismus ist nach dem Erdbeben und der Katastrophe von Fukushima 2011 massiv eingebrochen! Japan kämpft daher um die Rückkehr der Touristen. Wir können und wollen daher allen von Herzen empfehlen: Visit Japan and enjoy!

SAYONARA NIPPON!

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